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Forschung am KFM

In seinen Forschungsprojekten widmet sich das KFM im Auftrag des Bundes vor allem anwendungsorientierten Themen in Schule, Verwaltung und Gesellschaft. Im Zentrum steht dabei die Erarbeitung von Grundlagenwissen oder Entscheidungsgrundlagen. Zudem werden in ausgewählten Bereichen Syntheseberichte zum Forschungsstand erstellt. Das KFM arbeitet dabei in zahlreichen Projekten mit Forschungspartnern aus allen Sprachregionen zusammen.

Auf dieser Seite finden Sie alle Forschungsprojekte des KFM. Sie können diese nach Stichworten oder beteiligten Forschenden filtern.

Forschungsprojekte, die nicht Teil des KFM sind, finden Sie hier

 

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SWIKO ist ein mehrsprachiges Lernerkorpus, das den Spracherwerb von Lernenden nach korpuslinguistischen Grundsätzen beschreibt. Es handelt sich um ein Dachprojekt, das in der Forschungsperiode 2016-2019 entwickelt wurde, in der Periode 2021-2024 weiterentwickelt wird und Daten aus anderen Projekten des Kompetenzzentrums aufnehmen kann. Zugänglich ist SWIKO zur Zeit über eine Anfrage beim Institut für Mehrsprachigkeit.

Wortschatz ist Grundlage für die rezeptive und produktive Sprachverwendung. In einflussreichen Spracherwerbstheorien und didaktischen Ansätzen steht der Wortschatz nicht im Gegensatz zur Grammatik, sondern ist zentraler und integrierter Bestandteil von Lernergrammatiken. Aufbau und Konsolidierung von Wortschatz sind daher ein wichtiger Aspekt des Fremdsprachenunterrichts, dem durch die Digitalisierung neue Umsetzungsmöglichkeiten geboten werden.

Digitale Übersetzungsprogramme und Wörterbücher sind aus der Sprachverwendung kaum mehr wegzudenken. DeepL, Leo und Co. werden von ihren Nutzern rege und für unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Die Rolle dieser Tools im Fremdsprachenunterricht ist indes umstritten: Einerseits wird ihnen ein pädagogischer Wert zugestanden, andererseits wird in Zweifel gezogen, ob sie das Sprachenlernen längerfristig und nachhaltig unterstützen können.

WETLAND

Weiterentwicklung und Anwendungen des Schweizer Lernerkorpus SWIKO
Projektleitung
Parallel zur starken Präsenz gebrauchsbasierter Ansätze in Sprachbeschreibung und Spracherwerbsforschung hat sich korpuslinguistische Forschung in den letzten Jahren intensiviert und diversifiziert. Das gilt sowohl für die korpusbasierte und korpusorientierte Spracherwerbsforschung als auch für die angewandte Forschung in pädagogischen Kontexten. Forschungslücken und -desiderata gibt es allerdings nach wie vor.

Projektleitung

Supervision
Thomas Studer

Team

(Santi Guerrero Calle Projektleiterin bis August 2021)

Die Erforschung des Schriftspracherwerbs erwachsener Migrantinnen und Migranten sowohl ohne oder mit geringen literalen Kompetenzen (Analphabetinnen und Analphabeten) als auch mit Kompetenzen in einem nicht-lateinischen Schriftsystem (Zweitschriftlernende) weist nach wie vor grosse Lücken auf und wird vergleichsweise selten untersucht. Dies, obwohl aus der jahrelangen Fachdiskussion zum Thema ‘Literalitätsgrade Erwachsener’ hervorgeht, dass die herkömmliche Unterscheidung von sog. ‘Alpha-Typen’...

Projektleitung

Supervision: Prof. Dr. Thomas Studer

Werden Lernende nach ihren Erwartungen an den Fremdsprachenunterricht gefragt, so antworten sie zumeist, dass sie sprechen lernen möchten. Trotz dieses hohen Stellenwertes des Sprechens zeigen verschiedene Studien zu den Fremdsprachkompetenzen der Schweizer Schüler/innen, dass viele besonders im Sprechen Mühe haben, die Lernziele zu erreichen. Befragungen von Lehrpersonen wiederum haben ergeben, dass viele sich besonders bei der Beurteilung der mündlichen Fertigkeiten unsicher fühlen....

Projektleitung

 

Team

Didaktische Zusammenarbeit: Berufsbildungszentren des Kantons Freiburg (CD-CFP)

Ziel des Projekts DiCoi ist es, einerseits didaktisches Material auf der Basis von Aufnahmen authentischer Gespräche (Korpus gesprochener Sprache) zu erstellen und anderseits die Entwicklung von Interaktionsfähigkeiten longitudinal (über 2 Jahre hinweg) auf der Basis von Aufnahmen freier Interaktionen zu beschreiben.

Entwicklung des Patois in der Romandie

Prognosen zur Vitalität, Sprachsystem und Sprachpraxis
Bisher waren das Franko-Provenzalische und das Franc-Comtois der französischsprachigen Schweiz, deren Varietäten als Patois bezeichnet werden und die 2018 von der Schweiz als Minderheitensprachen im Sinne der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen anerkannt wurden, vor allem Gegenstand dialektologischer Beschreibungen. Gegenwärtig beschäftigen sowohl die Sprechenden als auch die Behörden zahlreiche Fragen zur Entwicklung dieser Sprachen und ihrer Praktiken....

Team

Wissenschaftlicher Partner: Stefano Losa, Daniela Kappler, SUPSI-DFA

In diesem Forschungsprojekt werden retrospektiv die Herausforderungen analysiert, welche die Schweizer Mehrsprachigkeit in der Gesundheitskrise COVID-19 mit sich bringt. Eine solche Ausnahmesituation erfordert eine permanente Kommunikation mit der Wohnbevölkerung.

Vorteile der Schweizer Mehrsprachigkeit

Individuum und Gesellschaft (APSIS)
Projektleitung
Team

Forschungspartner, regelmässiger Austausch mit: Bundesamt für Statistik (BFS); Institut für Mehrsprachigkeit Freiburg (IFM)

Die Vielfalt der Sprachen und Kulturen ist für die Schweiz und ihre Bewohnerinnen und Bewohner von besonderer Bedeutung, nicht zuletzt, weil sie in ihrer politischen, sozialen und kulturellen Geschichte tief verwurzelt ist bzw. oft als „Trumpf‟ oder „Reichtum‟ dargestellt oder sogar als wesentlich für die Existenz des Landes beschworen wird.

Immersion und zweisprachige Lehrgänge in der Schweiz

Kritische Literaturübersicht & bibliografische Datenbank
Immersionsunterricht und zweisprachige Lehrgänge werden in der Schweiz seit einiger Zeit gefördert und gefordert. Zum Thema liegen bereits zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die jedoch nicht immer bekannt oder zugänglich sind. Zudem ist bisweilen unklar, welche Ergebnisse vergleichbar resp. verallgemeinerbar sind.

Sprachaustausche gelten als Mittel zur Förderung sprachlicher und interkultureller Kompetenzen sowie für die Steigerung der Motivation für das Fremdsprachenlernen. Gerade in jüngster Zeit lässt sich ein verstärktes Engagement seitens der Bildungspolitik für die Verbreitung und Intensivierung von Austauschaktivitäten ausmachen.

Projektleitung

Forschungspartner:
Hansjakob Schneider, PHZH

Seit den 1950er-Jahren ist die individuell unterschiedlich ausgeprägte Eignung zum Sprachenlernen Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Verschiedene Bereiche der Fähigkeit der Individuen, Fremdsprachen zu lernen, wurden ermittelt und unter dem Begriff Sprachlerneignung (Fähigkeit, den Fremdsprachen eigene Tonfolgen zu erkennen, einzuordnen und sich anzueignen, Fähigkeit, sinntragende Regelmässigkeiten zu erkennen usw.) zusammengefasst.

Projektleitung

Projekt-Supervision

Alphabetisierungskurse für die Zielgruppe der erwachsenen Migrant/innen werden in Ländern mit einer bedeutenden Zuwanderung bereits seit Jahrzehnten angeboten. Die Erforschung der Lehr- und Lernprozesse, die bei der erfolgreichen und nachhaltigen Alphabetisierung von erwachsenen Migrant/innen in ihrer Nicht-Erstsprache eine Rolle spielen und welchen in den Alphabetisierungskursen Rechnung zu tragen ist, hat zwar in den letzten Jahren zugenommen, weist aber noch bedeutende Lücken auf....

Projektleitung

Leitung (a.i.): Fachstelle für Sprachkompetenzen von Lehrpersonen (PH SG, SUPSI, HEP VD, UNIL)

Team

Kooperation mit PH FHNW, PH Luzern & PH St. Gallen

Ziel des Projektes ist die empiriegestützte Entwicklung von Prüfungen zum Nachweis der berufsspezifischen Sprachkompetenzen von Lehrpersonen der Primar- und der Sekundarstufe I für die Fremdsprachen Französisch und Englisch.

Innovative Formen der Beurteilung

Vertiefungsstudie zur kompetenzorientierten Leistungsbeurteilung im rezeptiven Bereich
Projektleitung
Team

(assoziertes Dissertationsprojekt)

Wenn das Ziel darin besteht zu messen, wie gut Lernende eine Fremdsprache tatsächlich verwenden können, dann gilt das sogenannte kompetenzorientierte Testen mit nah-authentischen Handlungsaufgaben (tasks) als Methode der Wahl. Bei der Ausgestaltung solcher Testaufgaben besteht allerdings Erneuerungsbedarf, besonders weil im tatsächlichen Sprachgebrauch viel über elektronische Kanäle kommuniziert wird. Chat, Internetrecherchen und Ähnliches gehören zum Alltag. Hinzu kommt, dass in den...

Immersion und inhaltsorientierter Fremdsprachenunterricht

Didaktische Sequenzen und curriculare Integration auf der Primarschulstufe
Projektleitung

Laurent Gajo, UNIGE
 

Team

Gabriela Steffen, Ivana Vuksanović, Audrey Freytag (UNIGE)

Das Projekt soll die Bedingungen zur Einführung des zweisprachigen Unterrichts auf Primarschulstufe dokumentieren und in Bezug auf die zwei folgenden Fragen kritisch betrachten:

Projektleitung

Dieter Isler (PH Thurgau)

Im Projekt „Mehrsprachige Praktiken von Kindern und Fachpersonen in Spielgruppen“ (MePraS) sollen eine Typologie mehrsprachiger Praktiken entwickelt und Gelingensbedingungen dieser Praktiken ausgearbeitet werden. Im Sinne der fokussierten Ethnografie bzw. „Videografie“ wird in vier Spielgruppen mit mittlerem bis hohem Anteil an mehrsprachigen Kindern der kommunikative Alltag untersucht. 

Projektleitung
Diese Zusammenstellung befasst sich mit dem Stand der Forschung zu den individuell verschiedenen Resultaten im Bereich des Fremdsprachenlernens in der Schule. Untersuchungen zu den Erklärungsfaktoren des unterschiedlichen Potentials zum Fremdsprachenlernen sowie der entwickelten Instrumente zur Messung dieser Faktoren (MLAT, LLAMA, CANA-FT, FLCAS usw.) sollen erfasst und diskutiert werden. Die Aufnahme des Forschungsstandes wird nach den folgenden Schwerpunkten strukturiert:

Welche Modelle und Bedingungen für Austausch und Kontakt, um die grösstmögliche Anzahl von Schülerinnen und Schülern zu erreichen?

Eine Untersuchung der Erfolgsfaktoren unter Berücksichtigung der Vorstellungen und gelebten Erfahrungen zukünftiger Fremdsprachenlehrpersonen der Volksschule
Projektleitung

Susanne Wokusch, Rosanna Margonis-Pasinetti (HEP Vaud)

Auch wenn die Bedeutung von Sprach- (und Kultur-) Austausch auf allen Ebenen anerkannt ist, hat seine Förderung bisher nur begrenzte Wirkung auf tatsächlich realisierte Austauschaktivitäten gehabt. Aufbau und Organisation von Kontakt- oder Austauschangeboten sind mit einem beachtlichen zusätzlichen Aufwand für die Lehrpersonen verbunden. Die Bereitschaft, solche Anstrengungen zu unternehmen, setzt starke Überzeugungen, hohe Motivation und institutionelle Unterstützung voraus.